Magnesium und das Nervensystem ab 50: Was die Forschung zeigt

Mikronährstoffe · 6 min Lesezeit

Magnesium und die Vitamine der B-Gruppe sind in der zweiten Lebenshälfte enger mit der normalen Funktion des Nervensystems verknüpft, als die meisten Menschen wissen. Eine pharmazeutische Einordnung der Faktenlage.

Mit den Jahren verändert sich die Art und Weise, wie der Körper Mikronährstoffe aufnimmt, verarbeitet und ausscheidet. Das gilt besonders für Magnesium und die Vitamine der B-Gruppe, beide eng verknüpft mit der normalen Funktion des Nervensystems. Wer in der zweiten Lebenshälfte bewusst auf eine ausreichende Versorgung achten möchte, findet in der wissenschaftlichen Literatur eine bemerkenswert klare Faktenlage. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse pharmazeutisch eingeordnet zusammen.

Warum das Nervensystem auf Magnesium angewiesen ist

Magnesium ist an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen im menschlichen Körper beteiligt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im Rahmen der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 mehrere zugelassene Aussagen für Magnesium festgelegt. Eine davon lautet ausdrücklich: Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Ergänzend hat die EFSA bestätigt, dass Magnesium zu einer normalen psychischen Funktion sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt.

Diese Aussagen sind in der EU rechtlich abgesichert und basieren auf einer umfangreichen Bewertung der vorhandenen Studienlage durch das wissenschaftliche Gremium der EFSA. Sie beschreiben keine Wirkung gegen einen Zustand, sondern die Erhaltung einer normalen, physiologischen Funktion. Für Erwachsene in der zweiten Lebenshälfte ist genau das die relevante Perspektive.

„Wer ab 55 auf eine konstante Magnesium-Versorgung achtet, investiert nicht in eine schnelle Wirkung, sondern in die Erhaltung einer Funktion, die der Körper jeden Tag braucht." Dr. Markus Lehmann

Die Rolle von Vitamin B6 und B12

Magnesium wirkt im Stoffwechsel nicht isoliert. Die Vitamine B6 und B12 sind Cofaktoren zahlreicher neurologischer Stoffwechselwege. Auch hier hat die EFSA klare Aussagen zugelassen:

  • Vitamin B6 trägt zur normalen Funktion des Nervensystems sowie zur normalen psychischen Funktion bei.
  • Vitamin B12 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Die Aufnahme von Vitamin B12 aus der Nahrung kann ab dem 50. Lebensjahr aus verschiedenen physiologischen Gründen geringer ausfallen, unter anderem durch eine verminderte Produktion bestimmter Magensaftbestandteile. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt deshalb in dieser Altersgruppe eine besondere Aufmerksamkeit für die B12-Versorgung. Eine kombinierte Zufuhr von Magnesium mit B6 und B12 spiegelt diese physiologische Gesamtsicht wider.

Welche Magnesiumform pharmazeutisch sinnvoll ist

Magnesium wird auf dem Markt in einer Vielzahl chemischer Verbindungen angeboten. Die Bioverfügbarkeit, also der Anteil, den der Organismus tatsächlich aufnehmen und nutzen kann, unterscheidet sich dabei deutlich. Aus pharmazeutischer Sicht gelten organisch gebundene Magnesiumverbindungen wie Magnesium-Citrat oder Magnesium-Bisglycinat als besonders verträglich und gut resorbierbar. Beide Formen sind in mehreren Untersuchungen durch eine vergleichsweise hohe Bioverfügbarkeit aufgefallen.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

  • Form: organische Verbindungen wie Citrat oder Bisglycinat statt anorganischer Oxide
  • Dosis: die Tagesreferenzmenge gemäß Lebensmittel-Informationsverordnung liegt bei 375 mg; übliche Ergänzungsmengen bewegen sich zwischen 150 und 300 mg pro Tag
  • Begleitstoffe: idealerweise kombiniert mit B-Vitaminen, da diese im neurologischen Stoffwechsel gemeinsam wirken
  • Herkunft und Prüfung: deutsche Herstellung, Apothekenqualität, chargenweise laborgeprüft

Tagesdosis und Einnahmezeitpunkt

Die DGE benennt für Erwachsene über 25 Jahre einen Referenzwert von 300 bis 350 mg Magnesium pro Tag, der über die Gesamtnahrung erreicht werden sollte. Ein Nahrungsergänzungsmittel kann diesen Eintrag ergänzen, ist jedoch ausdrücklich kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten und grünem Gemüse.

Aus pharmazeutischer Praxis hat sich die Einnahme am Abend bewährt. Der Tagesverlauf endet ruhiger, der Magen ist meist nicht mehr stark belastet, und die Aufnahme über mehrere Stunden bis zum Morgen ist physiologisch günstig. Bei einer Tagesmenge ab etwa 300 mg kann auch eine geteilte Einnahme über den Tag erwogen werden.

Eine pharmazeutische Einordnung für die tägliche Versorgung

Wer in der zweiten Lebenshälfte gezielt auf eine gute Versorgung achten möchte, ist mit einer durchdachten Kombination aus organisch gebundenem Magnesium und den Vitaminen der B-Gruppe pharmazeutisch gut beraten. Beide Bausteine sind im Vorelan-Sortiment vertreten und ergänzen sich, wenn sie parallel über mehrere Wochen eingesetzt werden.

Vorelan Osteaplex liefert 200 mg Magnesium als Citrat in einer Tagesdosis und stützt damit die normale Muskelfunktion. Vorelan Mentaplex kombiniert die B-Vitamine in pharmazeutisch sinnvoller Dosierung und unterstützt die normale Funktion des Nervensystems sowie die normale psychische Funktion. Wer beide Sorten parallel einsetzt, deckt die in diesem Beitrag besprochenen Bausteine in einer kohärenten Tagesroutine ab.

Im Artikel erwähnt

Vorelan Osteaplex liefert 200 mg Magnesium-Citrat pro Tagesdosis und trägt zu einer normalen Muskelfunktion sowie zur Erhaltung normaler Knochen bei.

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Ergänzend empfohlen

Vorelan Mentaplex enthält B6, B12 und Folat in bioverfügbarer Form für die normale Funktion des Nervensystems und die normale psychische Funktion.

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Dr. Markus Lehmann ist approbierter Apotheker und verantwortet die pharmazeutische Leitung bei Vorelan. Er führt seit über 22 Jahren eine Offizinapotheke und berät dort Kundinnen und Kunden ab 55 zu Mikronährstoff-Themen. Fragen zu konkreten Rezepturen erreichen ihn unter pharma@vorelan.de.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information zu Mikronährstoffen und ist keine medizinische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel und dienen der Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung. Sie sind keine Arzneimittel und nicht zur Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Beschwerden bestimmt. Bei bestehenden gesundheitlichen Fragen, Schwangerschaft, Stillzeit oder regelmäßiger Einnahme von Medikamenten konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Alle gesundheitsbezogenen Angaben beziehen sich ausschließlich auf die im Produkt enthaltenen Mikronährstoffe im Rahmen der von der EFSA zugelassenen Health Claims gemäß VO (EG) Nr. 432/2012.

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